Energetisch sanieren: So sichern Sie sich wertvolle Förderbeiträge
Eine energetische Gebäudeoptimierung senkt Ihre Heizkosten massiv, steigert den Wert der Immobilie und schützt zudem nachhaltig das Klima.
Wer in der Schweiz klug plant, muss die hohen Investitionskosten für eine effiziente Dämmung oder eine neue Heizung keineswegs allein tragen. Über das nationale Gebäudeprogramm sowie kantonale und kommunale Fördertöpfe stehen für Hauseigentümer beträchtliche finanzielle Zuschüsse bereit.
Warum sich sanieren jetzt doppelt lohnt
Rund 40 Prozent des Schweizer Energiebedarfs entfallen auf den Gebäudesektor. Mit der Modernisierung Ihrer Liegenschaft schlagen Sie drei Fliegen mit einer Klappe:
- Drastische Kostensenkung: Ein optimal gedämmtes Haus reduziert den Energiebedarf oft um mehr als die Hälfte.
- Wertsteigerung der Immobilie: Gebäude mit moderner Haustechnik und guter Energieklasse erzielen deutlich höhere Preise am Markt.
- Zusätzliche Steuervorteile: Investitionen in den Klimaschutz lassen sich in den meisten Kantonen direkt steuerlich absetzen. Eine geschickte Etappenplanung optimiert diesen Effekt zusätzlich. (Änderung der Liegenschaftsbesteuerung ab dem Jahr 2029 vorbehalten).
Kernförderungen im Kanton Bern
Die wichtigsten Fördersätze und Massnahmen im Überblick:
- GEAK Plus (Beratungsbericht): Der Kanton Bern übernimmt einen Teil der Kosten für die Erstellung des wichtigen Beratungsberichts. (gilt für Gebäude mit Baujahr vor 2012).
- Heizungsersatz: Der Umstieg von einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung auf eine Wärmepumpe wird mit Pauschalbeiträgen unterstützt.
- Anschluss an Wärmenetze: Wer seine fossile Heizung stilllegt und sich an einen erneuerbaren Fernwärmeverbund anschliesst, erhält ebenfalls namhafte Unterstützung.
- Wärmedämmung & Gebäudehülle: Die Beiträge basieren auf der Verbesserung der GEAK-Effizienzklassen. Je mehr Stufen das Gebäude nach der Sanierung aufsteigt, desto höher fällt der Beitrag aus. Erreicht das Haus am Ende die Klasse A, B oder C, zahlt der Kanton zusätzliche Effizienzboni aus.
In vielen Gemeinden werden aus Spezialfinanzierungen zusätzliche Beiträge ausbezahlt.
Der goldene Schlüssel: GEAK Plus
Bevor Sie Unternehmer beauftragen, führt der Weg über eine professionelle Beratung mit einer Bestandsaufnahme. Der GEAK Plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone mit Beratungsbericht) zeigt Ihnen exakt auf, in welcher Effizienzklasse das Gebäude eingestuft ist, wo Energie verloren geht und welche Sanierungsmassnahmen am meisten Sinn machen. Der Bericht ist die Grundlage für die Beantragung von Fördergeldern.
In 5 Schritten zur energetischen Gebäudeoptimierung
- Energieberatung: Ist-Zustand aufnehmen und Sanierungskonzept mit möglichen Massnahmen ausarbeiten.
- Offertstellung: Ausarbeiten eines Kostenvoranschlages mit detaillierten Angeboten von Fachspezialisten auf der Basis der Umsetzungsvariante im GEAK-Beratungsbericht
- Fördergesuch: Beantragen der Förderbeiträge bei den entsprechenden Stellen (zwingend vor Baubeginn).
- Umsetzen der Massnahmen: Unternehmer beauftragen und ausführen der vorgesehenen Massnahmen.
- Abschluss: Einreichen des Abschlussgesuches mit Nachweis der Effizienzsteigerung.
Möchten Sie wissen, welche spezifischen Fördergelder in Ihrem Kanton oder Gemeinde aktuell verfügbar sind, oder benötigen Sie Unterstützung bei der bevorstehenden energetischen Sanierung Ihres Gebäudes? Wir von Iso-Bau AG sind die Spezialisten, wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht, und unterstützen Sie gerne von der Beratung bis zur fertigen Umsetzung.
Der Autor
Paul Keller
Geschäftsführer
Energieberater Gebäude mit eidg. Fachausweis, GEAK-Experte