Vom Energieschlucker zum Sparwunder

Bestehendes Wärmeverbundsystem erneuern - Aber wie?

Die Fassade ist das Gesicht Ihres Hauses und das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) so etwas wie seine schützende Winterjacke. Doch wie bei jeder Jacke kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem sie nicht mehr richtig wärmt oder erste Gebrauchsspuren zeigt. Risse, Verfärbungen oder Algenbewuchs sind typische Anzeichen dafür, dass etwas getan werden sollte. Viele Hausbesitzer fragen sich dann: Muss wirklich alles entfernt werden oder gibt es einfachere Lösungen?

Die Antwort ist beruhigend: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein bestehendes WDVS zu erneuern, und nicht immer ist eine komplette Sanierung notwendig.

Bevor Maßnahmen ergriffen werden, sollte der Zustand der Fassade genau geprüft werden. Dabei wird unter anderem geschaut, ob Risse oder Abplatzungen vorhanden sind, ob die Oberfläche stark verschmutzt oder von Algen befallen ist und ob das System noch fest mit dem Untergrund verbunden ist. Ebenso spielt eine Rolle, ob die vorhandene Dämmung noch den heutigen Anforderungen entspricht. 

Variante 1: Auffrischen statt erneuern
Wenn sich das WDVS insgesamt noch in einem guten Zustand befindet, reicht oft schon eine Auffrischung aus. Die Fassade wird gereinigt, kleinere Schäden werden ausgebessert und anschließend neu gestrichen. Alternativ kann die Fläche auch komplett überarbeitet werden, indem ein Armierungsgewebe vollflächig eingebettet, abgerieben und neu gestrichen wird. Diese Lösung ist vergleichsweise kostengünstig und eignet sich besonders bei intakter Dämmung ohne größere Schäden.

Variante 2: Aufdoppeln, die clevere Lösung
Eine interessante Möglichkeit zur Verbesserung der Dämmung ist das sogenannte Aufdoppeln. Dabei wird eine zusätzliche Dämmschicht auf das bestehende System aufgebracht, wodurch sich die energetische Qualität der Fassade deutlich verbessert. Gleichzeitig entfällt der aufwendige Rückbau des alten Systems, was Zeit spart und die Belastung durch Schmutz und Lärm reduziert. Voraussetzung ist allerdings, dass das vorhandene WDVS noch stabil und tragfähig ist. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, stellt das Aufdoppeln eine effiziente und nachhaltige Lösung dar, um das Gebäude auf einen modernen, energetischen Stand zu bringen.

Variante 3: Komplett erneuern
In manchen Fällen ist eine vollständige Erneuerung unvermeidlich. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Dämmung beschädigt oder durchfeuchtet ist, wenn sich das System vom Untergrund löst oder wenn erhebliche Schäden an der Fassade vorliegen. Hierbei wird das alte Wärmedämmverbundsystem vollständig entfernt und anschließend ein neues System aufgebaut. Auch wenn diese Maßnahme mit einem höheren Aufwand verbunden ist, bietet sie langfristig die größte Sicherheit und sorgt dafür, dass die Fassade wieder optimal geschützt und gedämmt ist.

Neben der eigentlichen Sanierung gibt es einige wichtige Punkte, die berücksichtigt werden sollten. So lohnt es sich, mögliche Förderprogramme für energetische Massnahmen zu prüfen, da diese die Investitionskosten reduzieren können. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, die Optik der Fassade neu zu gestalten und dem Gebäude ein frisches Erscheinungsbild zu verleihen.  Nicht zuletzt ist die Wahl eines erfahrenen Fachbetriebs entscheidend, denn eine fachgerechte Ausführung sorgt für Langlebigkeit und verhindert spätere Probleme.

Ob eine einfache Auffrischung, das Aufdoppeln oder eine komplette Erneuerung die richtige Wahl ist, hängt immer vom Zustand der bestehenden Fassade ab. Wichtig ist, die Situation sorgfältig zu analysieren und sich professionell beraten zu lassen. 

Am Ende geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um Energieeinsparung, den Werterhalt der Immobilie und ein angenehmes Wohnklima. Denn eine gut funktionierende „Winterjacke“ sorgt dafür, dass Sie sich in Ihrem Zuhause rundum wohlfühlen, zu jeder Jahreszeit.

Der Autor

Dennis Block

Bauführer / Kundendienst

Fill-1 +41 31 330 19 27

email dennis.block@isobau.ch

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